Iris und Iriden.

Deine Iris, unsere Iriden, sind Kunstwerke. Sie verzaubern uns seit Jahrhunderten. Wir blicken in Gemälde, die uns unsere Desoxyribonukleinsäure geschenkt hat. Wir haben Farben darin gefunden, ehe wir gelernt haben Farben herzustellen. Wir haben auf sie keinen Einfluss, so - wie wir darauf auch keinen Einfluss haben, was andere darin sehen und finden. Viele finden darin Liebe, andere Hoffnung. Wieder andere Trauer, Leid, Aufregung. Und es gibt viele, die sich darin verlieren und nicht mehr daraus Zurückfinden, weil die Gräben darin zu tief und die Berge zu hoch sind. Sie scheinen so weit und unendlich, wenn sich Farben in die Pupille gießen. Wir haben so viele Farben in unseren Augen, dass wir sie so oft gar nicht beschreiben können. Manchmal geht ein sattes Grün in einen Fleck in Gelbbraun über.              

Manchmal ist da nur ein kristallklares Blau, aber wenn man genauer hinsieht, treibt dort Nordost, nah an der Pupille noch eine kleine Eisscholle. Und manchmal, manchmal verstecken sich darin ganze Universen. Wir wollen einen Regenbogen sehen, aber vergessen, dass wir nur in den Spiegel sehen müssen. Wir können darin Täler finden, Meere, neue Planeten entdecken, Orte und Landstriche erkunden und darin verweilen, wir müssen nur genau hin und hinein schauen. Ich will versuchen sie einzufangen. Ihre wilden und schier unendlichen Formationen und Farben in Worte bändigen.  

 

Mit meiner Serie Iris und Iriden unternehme ich eine Reise durch die Landschaften von Iriden. 


Die Reise ist noch nicht beendet.

Ich bin derzeit noch irgendwo unterwegs,

zwischen Alpha Centauri und dem Ganges.